Wacom Alternativen: 10 günstigere Grafiktabletts im Test

Wacom Alternativen - Günstige Grafiktabletts von XP-Pen, Huion und Gaomon

Wacom Grafiktabletts gelten als Goldstandard in der digitalen Kunst – aber die hohen Preise schrecken viele Einsteiger und selbst fortgeschrittene Künstler ab. Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile exzellente Wacom Alternativen, die 40-60% günstiger sind und dennoch professionelle Qualität bieten.

In diesem umfassenden Vergleich zeigen wir dir die besten günstigeren Grafiktabletts von XP-Pen, Huion und Gaomon – sortiert nach Einsatzbereich und Budget. Egal ob du ein günstiges Einsteiger-Tablet für 35€ oder eine vollwertige Cintiq-Alternative für unter 400€ suchst: Hier findest du das passende Modell.

Wir vergleichen konkrete Modelle direkt mit ihren Wacom-Pendants und zeigen dir, wo du am meisten sparen kannst, ohne Abstriche bei Druckempfindlichkeit, Stiftqualität oder Treiber-Stabilität zu machen.

Zuletzt aktualisiert: 14.02.2026

Wann lohnt sich trotzdem ein Wacom Tablet?

Trotz der hervorragenden Alternativen gibt es Szenarien, in denen Wacom die bessere Wahl ist:

  • Professionelle Studios: Viele Firmen nutzen standardisiert Wacom – Kompatibilität ist garantiert
  • Mac-Nutzer: Wacom-Treiber laufen tendenziell stabiler auf macOS (besonders bei älteren Versionen)
  • Langlebigkeit: Wacom Tablets halten oft 8-10 Jahre, während günstigere Marken nach 3-5 Jahren ersetzt werden
  • Premium-Features: ExpressKey Remote, Touch-Bedienung und Bluetooth funktionieren bei Wacom zuverlässiger
  • Garantie & Support: Wacom bietet in Deutschland besseren Kundenservice und längere Garantiezeiten

Fazit: Für Profis mit Budget oder spezifischen Workflow-Anforderungen lohnt sich Wacom. Für 80% der Anwender sind die Alternativen aber völlig ausreichend.


Direkter Vergleich: Wacom vs. günstigere Alternativen

Diese Tabelle zeigt konkrete Modell-Vergleiche mit realistischen Einsparungen:

Wacom Modell Preis (ca.) Beste Alternative Preis (ca.) Ersparnis Amazon ASIN
Intuos S
Stiftbereich: 152 x 95 mm
60€ XP-Pen Deco Fun S
Stiftbereich: 101 x 63 mm
35€ ~40% B093TC1XCZ
Intuos M
Stiftbereich: 216 x 135 mm
170€ XP-Pen Deco Pro M
Stiftbereich: 224 x 148 mm
90€ ~45% B0777L5WND
Intuos Pro M
Stiftbereich: 224 x 148 mm
8192 Druckstufen
330€ Huion Inspiroy Dial 2
Stiftbereich: 254 x 159 mm
8192 Druckstufen
130€ ~60% B09XXP2F3K
One 13
13,3″ Display-Tablet
72% NTSC
350€ XP-Pen Artist 12
11,9″ Display-Tablet
72% NTSC
180€ ~50% B0DM1SCWWF
One 13
13,3″ Display-Tablet
350€ Huion Kamvas 13
13,3″ Display-Tablet
120% sRGB
200€ ~45% B0BL2FVTN1
Cintiq 16
15,6″ Display-Tablet
1920×1080 px
600€ XP-Pen Artist 16 (2. Gen)
15,4″ Display-Tablet
1920×1080 px
350€ ~40% B088KJ1TNM
Cintiq 16
15,6″ Display-Tablet
600€ Huion Kamvas 16
15,6″ Display-Tablet
120% sRGB
320€ ~45% B08L9D4VBS
Cintiq 22
21,5″ Display-Tablet
1920×1080 px
1.100€ Huion Kamvas 22 Plus
21,5″ Display-Tablet
140% sRGB
500€ ~55% B088KKYMW3

Hinweis: Alle Preise sind circa-Angaben und können je nach Angebot variieren. Die Ersparnis bezieht sich auf die unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) der Hersteller.

Die 10 besten Wacom Alternativen im Detail

Wir haben die beliebtesten und best-bewerteten Grafiktabletts außerhalb von Wacom getestet. Hier sind unsere Top-Empfehlungen mit ausführlichen Vor- und Nachteilen:

1. XP-Pen Deco Fun S – Beste Budget-Alternative zum Intuos S

  • Stiftbereich: 101 x 63 mm (6,3 Zoll)
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 35€
  • Alternative zu: Wacom Intuos S (60€)
  • Amazon ASIN: B093TC1XCZ

Das XP-Pen Deco Fun S ist der perfekte Einstieg für Anfänger mit kleinem Budget. Trotz des günstigen Preises bietet es die gleiche Druckempfindlichkeit wie das fünfmal teurere Intuos Pro. Der Stift benötigt keine Batterie (EMR-Technologie) und liegt gut in der Hand.

Besonders praktisch: Das Tablet ist in verschiedenen Farben erhältlich (Schwarz, Grün, Blau) und kommt mit Android-Kompatibilität – ideal für mobiles Zeichnen auf dem Smartphone oder Tablet.

Vorteile

  • Unschlagbarer Preis für Einsteiger
  • 8192 Druckstufen wie bei Profi-Tablets
  • Batterieloser Stift mit Neigungserkennung
  • Android-kompatibel (mit OTG-Adapter)
  • Kompakt und portabel
  • 6 Expresstasten direkt am Tablet

Nachteile

  • Kleine Arbeitsfläche - nicht für detaillierte Arbeiten
  • Keine Bluetooth-Verbindung
  • Treiber manchmal hakelig bei Windows-Updates
  • Kunststoff-Oberfläche fühlt sich günstiger an

Fazit: Perfekt für absolute Einsteiger, Schüler oder als Zweit-Tablet für unterwegs. Wer ernsthaft zeichnen will, sollte zur M-Variante greifen.

2. XP-Pen Deco Pro M – Beste Alternative zum Intuos M

  • Stiftbereich: 224 x 148 mm (11 x 6 Zoll)
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 90€
  • Alternative zu: Wacom Intuos M (170€)

Das XP-Pen Deco Pro M ist meine persönliche Top-Empfehlung für Einsteiger und Fortgeschrittene. Es bietet eine größere Arbeitsfläche als das Wacom Intuos M – und das bei fast der Hälfte des Preises. Das innovative Dual-Wheel (mechanisches Rad + Touch-Ring) macht Pinselgrößen-Anpassungen und Zoom-Steuerung zum Kinderspiel.

Die Verarbeitungsqualität überzeugt mit einer Aluminium-Oberfläche, die sich hochwertig anfühlt und gleichzeitig ein angenehmes Zeichengefühl bietet. Der mitgelieferte Stift PA2 liegt gut in der Hand und hat zwei programmierbare Tasten.

Vorteile

  • Ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Größere Arbeitsfläche als Wacom Intuos M
  • Innovatives Dual-Wheel für Pinselgröße/Zoom
  • Aluminium-Oberfläche, hochwertige Verarbeitung
  • Neigungserkennung bis 60°
  • USB-C Anschluss

Nachteile

  • Kein Bluetooth in der Standard-Version
  • Dual-Wheel braucht Eingewöhnung
  • Treiber-Software weniger intuitiv als Wacom
  • Expresstasten etwas klein geraten

Fazit: Der Preis-Leistungs-König unter den Grafiktabletts. Für 90€ bekommst du Features, die bei Wacom das Doppelte kosten. Meine klare Empfehlung für alle, die mehr als nur gelegentlich zeichnen.

3. Huion Inspiroy Dial 2 – Beste Alternative zum Intuos Pro M

  • Stiftbereich: 254 x 159 mm (10 x 6,3 Zoll)
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 130€
  • Alternative zu: Wacom Intuos Pro M (330€)

Das Huion Inspiroy Dial 2 ist die einzige echte Alternative zum Wacom Intuos Pro – und kostet dabei über 60% weniger. Das physische Dial (Drehrad) an der Seite funktioniert ähnlich wie Wacoms Touch-Ring, lässt sich aber präziser bedienen. Kabellose Verbindung via Bluetooth ist inklusive.

Besonders beeindruckend: Die Arbeitsfläche ist sogar größer als beim Intuos Pro M. Der PW517 Stift bietet identische 8192 Druckstufen und Neigungserkennung. Die Treiber-Software wurde in den letzten Jahren stark verbessert und läuft mittlerweile sehr stabil.

Vorteile

  • 60% günstiger als Wacom Intuos Pro M
  • Größere Arbeitsfläche (254 x 159 mm)
  • Physisches Dial für präzise Steuerung
  • Bluetooth-Konnektivität inklusive
  • Exzellente Stiftperformance
  • 6 programmierbare Expresstasten

Nachteile

  • Keine Multi-Touch-Unterstützung
  • Oberfläche etwas glatter als bei Wacom
  • Bluetooth-Reichweite begrenzt (~5m)
  • Dial nicht so hochwertig wie Wacom Touch-Ring

Fazit: Wer Profi-Features will, ohne Profi-Preise zu zahlen, greift zum Inspiroy Dial 2. Die Ersparnis von 200€ gegenüber dem Intuos Pro rechtfertigt die kleinen Abstriche bei der Verarbeitung.

4. XP-Pen Artist 12 (2. Gen) – Günstigstes Display-Tablet

  • Display: 11,9 Zoll IPS, 1920×1080
  • Farbraum: 127% sRGB
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 180€
  • Alternative zu: Wacom One 13 (350€)

Das XP-Pen Artist 12 der zweiten Generation ist der perfekte Einstieg in die Welt der Display-Tablets. Für unter 200€ bekommst du ein vollaminiertes Display – ein Feature, das bei Wacom erst in höheren Preisklassen verfügbar ist. Die Laminierung sorgt dafür, dass der Stift „direkt auf dem Bild“ aufliegt, ohne störenden Luftspalt.

Mit 127% sRGB-Abdeckung sind die Farben sogar besser als beim teureren Wacom One 13. Das Display ist hell genug für normale Arbeitsbedingungen, könnte bei direktem Sonnenlicht aber etwas mehr Leuchtkraft vertragen.

Vorteile

  • Unschlagbarer Preis für ein Display-Tablet
  • Vollaminiertes Display ohne Luftspalt
  • Bessere Farbabdeckung als Wacom One 13
  • X3 Stift mit natürlichem Zeichengefühl
  • 8 programmierbare Expresstasten
  • USB-C mit Single-Cable-Lösung möglich

Nachteile

  • 11,9 Zoll etwas klein für ganztägiges Arbeiten
  • Standfuß nicht verstellbar (extra kaufen)
  • Nur 60Hz Bildwiederholrate
  • Lüfterlos, wird bei langer Nutzung warm

Fazit: Der beste Einstieg ins Display-Zeichnen. Wer wissen will, ob ein Pen-Display das Richtige ist, testet mit dem Artist 12 – ohne gleich 350€+ auszugeben.

5. Huion Kamvas 13 – Beste Mittelklasse unter den Display-Tablets

  • Display: 13,3 Zoll IPS, 1920×1080
  • Farbraum: 120% sRGB
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 200€
  • Alternative zu: Wacom One 13 (350€)

Das Huion Kamvas 13 ist der direkte Konkurrent zum XP-Pen Artist 12 – und bietet für 20€ mehr ein größeres Display. Die 13,3 Zoll fühlen sich beim Arbeiten deutlich komfortabler an, besonders bei längeren Sessions. Die Farbgenauigkeit ist ausgezeichnet, AG-Glas reduziert Reflexionen.

Ein Highlight ist der mitgelieferte Ständer, der verschiedene Winkeleinstellungen erlaubt. Der PW517 Stift ist identisch mit dem des Inspiroy Dial 2 und bietet exzellente Performance. USB-C-Direktverbindung funktioniert mit kompatiblen Laptops ohne zusätzliche Stromversorgung.

Vorteile

  • Größeres 13,3-Zoll-Display
  • Vollaminiert mit Anti-Glare-Beschichtung
  • Verstellbarer Ständer inklusive
  • 120% sRGB Farbgenauigkeit
  • USB-C Single-Cable mit kompatiblen Geräten
  • PW517 Stift mit natürlichem Schreibgefühl

Nachteile

  • Etwas teurer als XP-Pen Artist 12
  • 8 Expresstasten nur an einer Seite
  • Wird bei intensiver Nutzung warm
  • Kein Lautsprecher integriert

Fazit: Meine Empfehlung für alle, die ein Display-Tablet zum täglichen Arbeiten suchen. Die 20€ Aufpreis zum Artist 12 sind die größere Arbeitsfläche wert.

6. XP-Pen Artist 16 (2. Gen) – Beste Cintiq 16 Alternative

  • Display: 15,4 Zoll IPS, 1920×1080
  • Farbraum: 127% sRGB
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 350€
  • Alternative zu: Wacom Cintiq 16 (600€)

Mit dem Artist 16 der zweiten Generation hat XP-Pen einen echten Cintiq-Killer geschaffen. Das 15,4-Zoll-Display bietet genug Platz für professionelles Arbeiten, die Farbgenauigkeit ist mit 127% sRGB sogar besser als beim Cintiq 16. Die vollaminierte Oberfläche eliminiert den Parallaxen-Effekt komplett.

Der neue X3-Chip im Stift sorgt für ein noch natürlicheres Zeichengefühl – der initiale Aktivierungsdruck ist spürbar niedriger als bei der Vorgängergeneration. Die 10 Expresstasten und 2 Drehräder bieten mehr Anpassungsmöglichkeiten als das Cintiq.

Vorteile

  • 250€ günstiger als Wacom Cintiq 16
  • Bessere Farbgenauigkeit (127% vs 96% sRGB)
  • Vollaminiertes Display
  • X3 Smart Chip für besseres Stiftgefühl
  • 10 Expresstasten + 2 Drehräder
  • USB-C Hub-Funktion integriert

Nachteile

  • Standfuß muss separat gekauft werden
  • Etwas dicker als Cintiq 16
  • Treiber gelegentlich instabil nach Updates
  • Weniger etabliert in professionellen Studios

Fazit: Objektiv betrachtet bietet der Artist 16 mehr Features als das Cintiq 16 – zu einem deutlich niedrigeren Preis. Für Freelancer und Hobby-Künstler die klare Empfehlung.

7. Huion Kamvas 16 (2021) – Alternativ-Empfehlung zu Cintiq 16

  • Display: 15,6 Zoll IPS, 1920×1080
  • Farbraum: 120% sRGB
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 320€
  • Alternative zu: Wacom Cintiq 16 (600€)

Das Huion Kamvas 16 ist die günstigste Option unter den 15-16 Zoll Display-Tablets. Mit 320€ kostet es fast die Hälfte des Cintiq 16 und bietet dennoch professionelle Features. Das vollaminierte Display mit 120% sRGB-Abdeckung liefert präzise Farben für Illustration und Design.

Huions Treiber haben sich in den letzten Jahren stark verbessert – Stabilitätsprobleme gehören weitgehend der Vergangenheit an. Der verstellbare Ständer (15-85°) ist inklusive, was bei vielen Konkurrenten extra kostet.

Vorteile

  • Günstigster 16-Zoll Pen-Display
  • Vollaminiert mit 120% sRGB
  • Verstellbarer Ständer inklusive
  • Schmale Displayränder
  • Stabile Treiber-Software
  • USB-C Single-Cable möglich

Nachteile

  • Leicht geringere Farbabdeckung als XP-Pen
  • Kunststoffgehäuse wirkt weniger wertig
  • Nur 6 statt 10 Expresstasten
  • 60Hz Bildwiederholrate

Fazit: Wer den absolut günstigsten Einstieg in die 16-Zoll-Klasse sucht und auf maximale Expresstasten verzichten kann, ist mit dem Kamvas 16 bestens bedient.

8. Huion Kamvas 22 Plus – Beste Cintiq 22 Alternative

  • Display: 21,5 Zoll IPS, 1920×1080
  • Farbraum: 140% sRGB
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 500€
  • Alternative zu: Wacom Cintiq 22 (1.100€)

Das Huion Kamvas 22 Plus ist das beste große Display-Tablet unter 1.000€ – und schlägt das doppelt so teure Cintiq 22 in wichtigen Bereichen. Mit 140% sRGB-Abdeckung und Quantum Dots bietet es eine der besten Farbwiedergaben aller Pen-Displays. Die 21,5 Zoll fühlen sich beim Arbeiten an wie ein echtes Canvas.

Die Verarbeitung ist hochwertig, das AG-Glas reduziert Reflexionen effektiv. Einziger Nachteil: Bei dieser Größe ist 1920×1080 an der Grenze – für pixelgenaues Arbeiten wäre 2K/4K besser. Aber: Auch das Cintiq 22 hat nur Full HD.

Vorteile

  • 600€ günstiger als Wacom Cintiq 22
  • Beste Farbabdeckung der Klasse (140% sRGB)
  • Quantum Dot Technologie für lebendige Farben
  • Großes 21,5-Zoll-Arbeitsfeld
  • Vollaminiertes Display
  • Solider Metallständer inklusive

Nachteile

  • Full HD bei 21,5 Zoll grenzwertig
  • Schwer (4,6 kg) - wenig portabel
  • Braucht externen Stromanschluss
  • Nur 60Hz Bildwiederholrate

Fazit: Für professionelle Illustratoren, die ein großes Display wollen, ohne 1.100€+ auszugeben. Die Farbqualität übertrifft sogar das teurere Wacom.

9. Gaomon PD1161 – Budget-Display-Tablet

  • Display: 11,6 Zoll IPS, 1920×1080
  • Farbraum: 72% NTSC
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 150€
  • Alternative zu: Wacom One 13 (350€)

Gaomon ist die dritte große Marke neben XP-Pen und Huion – und der PD1161 ist ihr günstigstes Display-Tablet. Für 150€ bekommst du ein vollwertiges 11,6-Zoll Pen-Display mit 8192 Druckstufen. Die Verarbeitung ist einfacher als bei der Konkurrenz, aber für Einsteiger völlig ausreichend.

Das Display ist nicht vollaminiert, was einen kleinen Luftspalt zwischen Glas und Panel bedeutet. Bei diesem Preis ist das aber akzeptabel. Die Treiber sind stabil, der Stift batterieelos und präzise.

Vorteile

  • Günstigstes Display-Tablet am Markt
  • 8192 Druckstufen trotz niedrigem Preis
  • Batterieloser Stift mit Neigungserkennung
  • 8 programmierbare Expresstasten
  • USB-C Anschluss
  • Kompakt und leicht

Nachteile

  • Display nicht vollaminiert (Luftspalt)
  • Geringere Farbabdeckung (72% NTSC)
  • Kunststoffgehäuse fühlt sich günstig an
  • Weniger bekannte Marke, kleinere Community

Fazit: Der absolute Einsteiger-Tipp für alle mit sehr begrenztem Budget. Besser ein günstiges Display-Tablet als gar keines – und der PD1161 erfüllt seinen Zweck.

10. Huion H610 Pro V2 – Meistverkaufte Budget-Alternative

  • Stiftbereich: 254 x 158 mm (10 x 6,25 Zoll)
  • Druckempfindlichkeit: 8192 Stufen
  • Preis: ca. 45€
  • Alternative zu: Wacom Intuos M (170€)

Das Huion H610 Pro V2 ist eines der meistverkauften Grafiktabletts weltweit – und das aus gutem Grund. Für unter 50€ bekommst du eine riesige Arbeitsfläche, die größer ist als beim dreimal so teuren Wacom Intuos M. Der batterielose Stift funktioniert zuverlässig, die 8192 Druckstufen sind Profi-Standard.

Das Tablet ist besonders bei YouTube-Künstlern beliebt, da es ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wer unsicher ist, ob digitales Zeichnen das Richtige ist, kann hier risikofrei einsteigen.

Vorteile

  • Unschlagbarer Preis unter 50€
  • Riesige Arbeitsfläche (254 x 158 mm)
  • 8192 Druckstufen wie Profi-Tablets
  • Batterieloser Stift
  • 8 Expresstasten + 16 Softkeys
  • Android-kompatibel

Nachteile

  • Keine Bluetooth-Verbindung
  • Kunststoff-Verarbeitung
  • Treiber manchmal holprig
  • Keine Neigungserkennung
  • Oberfläche nutzt sich schneller ab

Fazit: Der perfekte Einstieg für absolute Anfänger oder als Backup-Tablet. Für 45€ kann man nichts falsch machen.

Häufige Fragen zu Wacom Alternativen

In vielen Bereichen ja – bei der Druckempfindlichkeit (alle bieten 8192 Stufen), Stiftpräzision und Farbgenauigkeit haben die Alternativen aufgeholt. Wo Wacom noch führt: Treiber-Stabilität über Jahre, Langlebigkeit der Hardware und professioneller Support. Für 80% der Anwender sind die Unterschiede im Alltag aber kaum spürbar.

Ja, alle hier vorgestellten Tablets sind vollständig kompatibel mit Adobe Photoshop, Illustrator, Clip Studio Paint, Krita, Procreate (bei iPad-kompatiblen Modellen), Blender und praktisch jeder anderen Zeichensoftware. Die Treiber emulieren Wacom-Funktionalität, sodass auch programmspezifische Features wie Druckkurven funktionieren.

Bei normaler Nutzung kannst du mit 3-5 Jahren rechnen. Wacom-Tablets halten oft 8-10 Jahre, aber: Durch die niedrigeren Preise kannst du zwei Huion/XP-Pen Tablets kaufen und hast immer noch gespart. Wichtig: Stiftspitzen regelmäßig wechseln und das Tablet nicht fallen lassen.

Ja, der Wechsel ist problemlos möglich. Wichtig: Vorher den alten Wacom-Treiber komplett deinstallieren (am besten mit einem Treiber-Cleaner), dann den neuen Treiber installieren. Die Stiftsteuerung fühlt sich anfangs etwas anders an, nach 2-3 Tagen hat man sich aber umgewöhnt.

Für die meisten Anfänger reicht ein normales Grafiktablett (wie XP-Pen Deco Pro oder Huion H610). Display-Tablets sind intuitiver (du siehst, wo du zeichnest), aber auch teurer und ergonomisch anspruchsvoller (Nackenprobleme bei schlechter Haltung). Profis nutzen oft beides – normale Tablets für lange Sessions, Display-Tablets für Detailarbeiten.

Wacom hat traditionell die stabilsten Treiber, besonders auf macOS. XP-Pen und Huion haben aber stark aufgeholt – Updates kommen regelmäßig, die Software ist benutzerfreundlicher geworden. Bei sehr alten Betriebssystemen (Windows 7, macOS 10.13) ist Wacom oft die sicherere Wahl.

Wenn du merkst, dass du täglich mehrere Stunden zeichnest und die Grenzen deines Tablets erreichst (zu kleine Arbeitsfläche, fehlende Funktionen), dann ja. Der Sprung von einem 45€-Tablet zu einem 130€-Modell wie dem Inspiroy Dial 2 bringt spürbare Verbesserungen bei Verarbeitung, Features und Zeichengefühl.

Fazit: Die beste Wacom Alternative für jeden Anwendungsfall

Die Zeiten, in denen man für ein gutes Grafiktablett zwingend zu Wacom greifen musste, sind vorbei. XP-Pen, Huion und Gaomon bieten mittlerweile Produkte, die in vielen Bereichen auf Augenhöhe sind – zu deutlich niedrigeren Preisen.

Hier meine konkreten Empfehlungen je nach Budget und Anforderung:

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
XP-Pen Deco Pro M – Für 90€ bekommst du ein Tablet, das teurere Wacom-Modelle in vielen Bereichen übertrifft. Das Dual-Wheel ist genial, die Arbeitsfläche großzügig, die Verarbeitung hochwertig. Meine klare Empfehlung für Einsteiger und Fortgeschrittene.
Budget-Empfehlung
Huion H610 Pro V2 – Für unter 50€ gibt es kein besseres Tablet. Riesige Arbeitsfläche, 8192 Druckstufen, funktioniert einfach. Perfekt zum Testen, ob digitales Zeichnen das Richtige für dich ist.
Bestes Display-Tablet
Huion Kamvas 13 – Die goldene Mitte aus Größe, Preis und Qualität. 200€ für ein vollaminiertes 13,3-Zoll-Display mit exzellenter Farbgenauigkeit. Ständer inklusive.
Profi-Alternative
Huion Inspiroy Dial 2 – Wer Intuos Pro-Features will, ohne 330€ zu zahlen, greift hier zu. Bluetooth, physisches Dial, riesige Arbeitsfläche – alles dabei für 130€.

Egal für welches Modell du dich entscheidest: Mit den hier vorgestellten Wacom Alternativen sparst du 40-60% und musst kaum Abstriche bei der Qualität machen. Die eingesparten 100-500€ kannst du besser in gute Zeichensoftware oder einen Kurs investieren.